Backups gehören zu den Dingen, die man meistens erst dann vermisst, wenn es zu spät ist. Eine Festplatte oder SSD kann jederzeit ausfallen. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob ein Datenträger irgendwann kaputtgeht, sondern wann es passiert und ob man zu diesem Zeitpunkt ein funktionierendes Backup hat.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit Veeam Agent for Microsoft Windows ein kostenloses Backup deines Windows-PCs oder Laptops erstellst. Zusätzlich schauen wir uns an, wie du ein Recovery Medium vorbereitest und wie eine vollständige Wiederherstellung im Ernstfall funktioniert.

Die Anleitung basiert auf meinem YouTube-Video, in dem ich die Installation, die Backup-Konfiguration und eine komplette Wiederherstellung Schritt für Schritt durchspiele.


Warum überhaupt ein Backup?

Viele persönliche Daten existieren nur einmal: Fotos, Videos, Dokumente, Projekte, Erinnerungen oder wichtige Arbeitsdateien. Wenn der Datenträger ausfällt und keine Sicherung vorhanden ist, sind diese Daten im schlimmsten Fall dauerhaft verloren.

Eine gute Backuplösung sollte deshalb nicht nur Daten sichern, sondern auch im Ernstfall eine Wiederherstellung ermöglichen. Genau hier ist Veeam Agent for Microsoft Windows interessant, weil damit nicht nur einzelne Dateien, sondern auch ein kompletter Rechner gesichert und wiederhergestellt werden kann.


Was ist Veeam Agent for Microsoft Windows?

Veeam Agent for Microsoft Windows ist eine Backupsoftware für Windows-Systeme. Die Lösung stammt eher aus dem Business-Umfeld, kann aber auch kostenlos für einzelne PCs, Laptops oder virtuelle Maschinen eingesetzt werden.

Mit der kostenlosen Standalone-Version kannst du zum Beispiel:

  • ein komplettes Windows-System sichern
  • einzelne Laufwerke oder Volumes sichern
  • einzelne Dateien und Ordner sichern
  • Backups auf eine externe Festplatte schreiben
  • Backups auf ein NAS oder eine Netzwerkfreigabe schreiben
  • ein Recovery Medium erstellen
  • ein System im Notfall wiederherstellen

Offizielle Seite:

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https://www.veeam.com/de/products/free/microsoft-windows.html

Voraussetzungen

Für diese Anleitung benötigst du:

  • einen Windows-PC, Laptop oder eine Windows-VM
  • Administratorrechte auf dem System
  • Internetzugang für den Download
  • eine externe Festplatte, ein NAS oder eine Netzwerkfreigabe als Backupziel
  • einen USB-Stick oder Speicherplatz für eine Recovery-ISO
  • etwas Zeit für das erste vollständige Backup

Für das Video wurde eine Windows-VM verwendet. Die Vorgehensweise ist auf einem normalen Laptop oder Desktop-PC aber sehr ähnlich.


1. Veeam Agent for Windows herunterladen

Öffne einen Browser und suche nach:

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Veeam Agent for Windows download

Alternativ kannst du direkt die offizielle Veeam-Seite öffnen:

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https://www.veeam.com/de/products/free/microsoft-windows.html

Beim Download fragt Veeam nach einigen Daten. Wichtig ist vor allem eine gültige E-Mail-Adresse, weil ein Bestätigungscode zugeschickt werden kann. Danach kannst du den Installer herunterladen.

Achte darauf, dass du Veeam Agent for Microsoft Windows herunterlädst und nicht versehentlich die größere Lösung Veeam Backup & Replication, wenn du nur einen einzelnen PC sichern möchtest.


2. Veeam Agent installieren

Nach dem Download startest du die Installationsdatei.

Typischer Ablauf:

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Installer starten
→ Next
→ Lizenzbedingungen akzeptieren
→ Installation abschließen

Nach der Installation startet Veeam normalerweise automatisch mit der Einrichtung.


3. Recovery Medium erstellen

Direkt nach der Installation solltest du ein Veeam Recovery Medium erstellen. Das ist extrem wichtig.

Das Recovery Medium ist ein bootfähiges Rettungsmedium. Damit kannst du deinen Rechner starten, wenn Windows nicht mehr bootet oder die Festplatte getauscht werden musste.

Du hast dabei zwei typische Möglichkeiten:

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USB-Stick erstellen

oder

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ISO-Datei erstellen und sicher ablegen

Ich bevorzuge in der Praxis oft die ISO-Variante, wenn ein NAS vorhanden ist. Die ISO kann sicher auf dem NAS abgelegt werden. Bei Bedarf kann man später mit einem Tool wie Rufus daraus einen USB-Stick erstellen.

Wichtig: Speichere die Recovery-ISO nicht nur auf dem Gerät, das du sichern möchtest. Wenn genau dieses Gerät ausfällt, kommst du an die ISO eventuell nicht mehr heran.


4. USB-Recovery-Medium erstellen

Wenn du direkt einen USB-Stick erstellen möchtest, steckst du diesen an und wählst ihn im Assistenten aus.

Veeam weist darauf hin, dass der USB-Stick formatiert wird.

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Achtung:
Alle Daten auf dem USB-Stick werden gelöscht.

Danach erstellt Veeam das Recovery Medium. Dabei werden auch wichtige Treiber des Systems integriert, zum Beispiel für Netzwerk, Speichercontroller oder Chipsatz. Genau das ist später bei einer Wiederherstellung sehr hilfreich.


5. Hinweis zur Verschlüsselung und zum Wiederherstellungsschlüssel

Während der Erstellung des Recovery Mediums kann Veeam anbieten, Informationen für verschlüsselte Backups mit abzulegen.

Das ist bequem, aber sicherheitstechnisch wichtig zu verstehen:

Wenn der Entschlüsselungsschlüssel auf dem Recovery Medium gespeichert wird, kann ein Backup unter Umständen ohne zusätzliche Kennworteingabe wiederhergestellt werden.

Deshalb gilt:

  • Recovery Medium sicher aufbewahren
  • USB-Stick nicht offen herumliegen lassen
  • bei verschlüsselten Backups das Kennwort separat sicher dokumentieren
  • ohne Kennwort ist ein verschlüsseltes Backup im Ernstfall nicht mehr verwendbar

6. Backup-Job konfigurieren

Nach dem Recovery Medium wird der eigentliche Backup-Job eingerichtet.

In der Taskleiste findest du das Veeam-Symbol. Dort kannst du die Backup-Konfiguration starten:

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Veeam-Symbol öffnen
→ Configure Backup

Danach vergibst du einen Namen für den Backup-Job, zum Beispiel:

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Backup von ARNA Techs Laptop

7. Backup-Modus auswählen

Veeam bietet mehrere Backup-Arten an.

Entire Computer

Dabei wird der gesamte Computer gesichert. Das ist die einfachste Variante, wenn du im Notfall den kompletten Rechner wiederherstellen möchtest.

Diese Variante eignet sich besonders für:

  • Laptops
  • Desktop-PCs
  • einfache Windows-Systeme
  • Systeme mit nur einer internen Festplatte oder SSD

Volume Level Backup

Dabei sicherst du bestimmte Laufwerke oder Partitionen, zum Beispiel nur C: oder zusätzlich weitere Datenlaufwerke.

Das ist sinnvoll, wenn du mehrere Laufwerke hast und genau steuern möchtest, was gesichert wird.

File Level Backup

Dabei werden nur ausgewählte Dateien und Ordner gesichert.

Wichtig: Ein File-Level-Backup ist praktisch, wenn du versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen möchtest. Es ersetzt aber kein vollständiges Systembackup, wenn Windows oder die Festplatte komplett ausfällt.

Für eine zuverlässige Systemwiederherstellung empfehle ich normalerweise:

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Entire Computer

oder

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Volume Level Backup

Im Video wurde Entire Computer gewählt.


8. Backup-Ziel auswählen

Im nächsten Schritt wählst du aus, wohin die Sicherung geschrieben werden soll.

Typische Optionen sind:

Lokaler Speicher

Das kann eine zweite interne Festplatte oder eine externe USB-Festplatte sein.

Vorteil:

  • einfach einzurichten
  • schnell
  • günstig

Nachteil:

  • externe Festplatte muss regelmäßig angeschlossen sein
  • wenn sie dauerhaft angeschlossen bleibt, ist sie bei Malware oder Ransomware gefährdeter

Netzwerkfreigabe oder NAS

Das kann ein NAS oder ein freigegebener Ordner auf einem anderen Rechner im Netzwerk sein.

Vorteil:

  • Backup liegt nicht direkt auf dem zu sichernden Gerät
  • gut für regelmäßige Sicherungen
  • bei einem NAS oft zusätzliche Sicherheit durch mehrere Festplatten

Nachteil:

  • Netzwerk und Zugangsdaten müssen korrekt funktionieren
  • NAS sollte ebenfalls sinnvoll abgesichert sein

Im Video wurde eine Shared Folder / Netzwerkfreigabe verwendet.

Beispiel für einen Netzwerkpfad:

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\\192.168.1.50\Backups

Danach hinterlegst du die Zugangsdaten für die Freigabe und prüfst mit Populate, ob Veeam den Speicherplatz korrekt auslesen kann.


9. Aufbewahrung der Backups festlegen

Veeam fragt, wie viele Wiederherstellungspunkte aufbewahrt werden sollen. Standardmäßig sind häufig sieben Tage voreingestellt.

Das ist für viele private Systeme ein guter Startwert:

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Restore Points: 7

Damit hast du mehrere Tage Spielraum, falls du erst später bemerkst, dass eine Datei gelöscht oder beschädigt wurde.

Je mehr Wiederherstellungspunkte du speicherst, desto mehr Speicherplatz wird benötigt.


10. Erweiterte Optionen

Unter Advanced findest du weitere Einstellungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • aktive Vollbackups
  • Health Checks
  • Storage-Optimierung
  • Komprimierung
  • Verschlüsselung

Für den Einstieg können die Standardeinstellungen meistens belassen werden.

Wenn du die Verschlüsselung aktivierst, ist besonders wichtig:

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Ohne Kennwort keine Wiederherstellung.

Dokumentiere das Kennwort sicher, aber nicht direkt auf dem zu sichernden Gerät.


11. Zeitplan für das Backup erstellen

Danach legst du fest, wann das Backup laufen soll.

Wichtig ist: Der Zeitpunkt sollte realistisch sein. Ein Backup um 03:00 Uhr hilft wenig, wenn dein Laptop um diese Uhrzeit ausgeschaltet ist.

Ein sinnvoller Zeitpunkt kann zum Beispiel morgens sein, wenn du das Gerät ohnehin verwendest.

Beispiel:

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Täglich um 09:00 Uhr

Im Video wurde ein täglicher Zeitplan um 09:00 Uhr gewählt.

Während das Backup läuft, kann grundsätzlich weitergearbeitet werden. Beim ersten Backup dauert es meistens länger, weil zunächst ein vollständiger Stand geschrieben wird. Spätere Sicherungen sind in der Regel schneller, weil nur die Änderungen übertragen werden.


12. Erstes Backup starten

Am Ende der Einrichtung zeigt Veeam eine Zusammenfassung an. Dort kannst du auswählen, dass direkt nach dem Abschluss ein Backup gestartet wird.

Aktiviere dafür:

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Run the job when I click Finish

Danach startet die erste Sicherung.

Falls Veeam nach einer Lizenz fragt, kannst du bei der kostenlosen Standalone-Nutzung ohne Lizenz fortfahren.

Den Fortschritt kannst du über das Veeam-Symbol in der Taskleiste öffnen und überwachen.


13. Backup prüfen

Nach Abschluss sollte das Backup erfolgreich beendet sein.

Achte auf:

  • Status der Sicherung
  • eventuelle Warnungen
  • freien Speicherplatz am Ziel
  • Datum und Uhrzeit des letzten Backups
  • vorhandene Wiederherstellungspunkte

Eine Warnung muss nicht automatisch bedeuten, dass das Backup unbrauchbar ist. Im Video wurde beispielsweise eine Speicherplatzwarnung angezeigt. Trotzdem sollte man solche Meldungen prüfen und nicht dauerhaft ignorieren.


14. Warum ein Restore-Test so wichtig ist

Ein Backup ist nur dann wirklich wertvoll, wenn es sich auch wiederherstellen lässt.

Deshalb sollte man nicht erst im Ernstfall zum ersten Mal testen, ob das Recovery Medium funktioniert und ob man an das Backup herankommt.

Im Video wurde ein Festplattenschaden simuliert. Dafür wurde eine neue leere virtuelle Maschine gestartet und die Wiederherstellung aus dem Backup durchgeführt.

Bei echter Hardware wäre der Ablauf ähnlich:

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Defekte Festplatte tauschen
→ Recovery USB-Stick anschließen
→ vom USB-Stick booten
→ Backup auswählen
→ System wiederherstellen

15. Vom Recovery Medium booten

Um eine Wiederherstellung zu starten, bootest du vom Veeam Recovery Medium.

Je nach Hersteller unterscheidet sich die Taste für das Bootmenü.

Häufige Tasten sind:

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F2
F8
F10
F11
F12
ESC
DEL

Im Video wurde in der VM das Bootmenü verwendet und vom USB-Stick gestartet.

Nach dem Start lädt Veeam die benötigten Treiber. Das kann einen Moment dauern. Danach erscheint die Recovery-Oberfläche.


16. Bare Metal Recovery starten

In der Recovery-Oberfläche wählst du:

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Bare Metal Recovery

Danach fragt Veeam, wo das Backup liegt.

Wenn du auf eine externe Festplatte gesichert hast, wählst du:

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Local Storage

Wenn du auf ein NAS oder eine Netzwerkfreigabe gesichert hast, wählst du:

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Network Share

Im Video wurde Network Share verwendet.

Danach gibst du erneut den Pfad zur Freigabe und die Zugangsdaten ein.

Beispiel:

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\\192.168.1.50\Backups

17. Wiederherstellungspunkt auswählen

Nach erfolgreicher Verbindung zeigt Veeam die verfügbaren Restore Points an.

Je nach Konfiguration können dort mehrere Sicherungsstände vorhanden sein.

Wähle den gewünschten Wiederherstellungspunkt anhand von Datum und Uhrzeit aus.

Wenn du nur ein Backup erstellt hast, gibt es entsprechend nur einen Restore Point.


18. Wiederherstellungsmodus auswählen

Veeam bietet bei der Wiederherstellung mehrere Optionen.

Entire Computer

Stellt den kompletten Rechner wieder her.

Das ist die passende Option, wenn der gesamte PC oder Laptop wiederhergestellt werden soll.

System Volumes Only

Stellt nur die für Windows notwendigen Systempartitionen wieder her.

Manual Restore

Hier kannst du Partitionen manuell zuordnen. Das kann nötig sein, wenn die neue Festplatte größer ist oder du die Partitionsstruktur bewusst anpassen möchtest.

Im Video wurde Entire Computer gewählt, weil die neue virtuelle Festplatte gleich groß war wie die ursprüngliche.


19. Neue Festplatte: gleich groß oder größer verwenden

Wenn du eine defekte Festplatte ersetzt, solltest du möglichst eine gleich große oder größere Festplatte verwenden.

Eine kleinere Festplatte kann problematisch sein. Auch wenn Veeam Volumes unter bestimmten Umständen anpassen kann, erspart man sich mit einer gleich großen oder größeren Disk viele mögliche Probleme.

Empfehlung:

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Neue Festplatte mindestens so groß wählen wie die alte Festplatte.

Nach der Wiederherstellung kann zusätzlicher Speicherplatz später erweitert oder angepasst werden.


20. Restore starten

Wenn alles passt, startest du die Wiederherstellung mit:

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Restore

Veeam schreibt nun die Daten aus dem Backup zurück auf die neue oder leere Festplatte.

Nach Abschluss zeigt Veeam die einzelnen Schritte an. Danach kann das System neu gestartet werden.

Entferne gegebenenfalls den USB-Stick, damit der Rechner wieder von der internen Festplatte startet.


21. Windows nach der Wiederherstellung starten

Nach dem Neustart sollte Windows wieder starten und sich so verhalten wie zum Zeitpunkt des Backups.

Im Video wurde die wiederhergestellte VM erfolgreich gebootet. Genau das ist das Ziel eines vollständigen Backups: Im Ernstfall soll das System nicht nur theoretisch gesichert sein, sondern tatsächlich wieder laufen.


22. Wichtige Best Practices

Backupziel nicht dauerhaft ungeschützt lassen

Wenn du eine externe USB-Festplatte verwendest, solltest du sie nicht dauerhaft angeschlossen lassen. Andernfalls kann sie bei Schadsoftware oder Ransomware ebenfalls betroffen sein.

NAS absichern

Wenn du auf ein NAS sicherst:

  • eigenes Benutzerkonto für Backups verwenden
  • nur notwendige Rechte vergeben
  • NAS regelmäßig aktualisieren
  • Speicherplatz überwachen
  • wenn möglich Snapshots oder Papierkorb-Funktion aktivieren

Recovery Medium sicher aufbewahren

Das Recovery Medium sollte an einem Ort liegen, an dem du es im Notfall findest.

Wenn du eine ISO verwendest, speichere sie nicht nur auf dem zu sichernden Gerät.

Restore regelmäßig testen

Ein Backup ohne getestete Wiederherstellung ist nur eine Hoffnung.

Teste zumindest gelegentlich:

  • startet das Recovery Medium?
  • ist das NAS erreichbar?
  • stimmen die Zugangsdaten?
  • sind Restore Points sichtbar?
  • lässt sich eine Datei oder ein Testsystem wiederherstellen?

23. Häufige Fehler

Backupzeitpunkt ist ungünstig

Wenn der Laptop zum geplanten Zeitpunkt ausgeschaltet ist, kann kein Backup laufen. Wähle einen Zeitpunkt, an dem das Gerät normalerweise eingeschaltet ist.

Backupziel ist nicht erreichbar

Bei NAS-Backups müssen Netzwerk, Freigabe und Zugangsdaten funktionieren.

Recovery Medium fehlt

Ohne Recovery Medium wird eine komplette Wiederherstellung deutlich schwieriger. Erstelle es direkt nach der Installation.

Kennwort für verschlüsselte Backups vergessen

Ein verschlüsseltes Backup ist ohne Kennwort nicht wiederherstellbar. Bewahre das Kennwort sicher auf.

Zu wenig Speicherplatz

Wenn das Backupziel voll ist, können keine neuen Wiederherstellungspunkte erstellt werden. Prüfe regelmäßig den freien Speicherplatz.


Fazit

Veeam Agent for Microsoft Windows ist eine sehr praktische kostenlose Backup-Lösung für einzelne Windows-PCs, Laptops oder virtuelle Maschinen. Besonders stark ist die Möglichkeit, nicht nur einzelne Dateien, sondern den gesamten Rechner zu sichern und im Ernstfall per Bare Metal Recovery wiederherzustellen.

Wichtig ist aber: Ein Backup allein reicht nicht. Du solltest auch ein Recovery Medium erstellen und zumindest einmal testen, ob du dein Backup wirklich wiederherstellen kannst.

Denn ein Backup bringt dir im Ernstfall nur dann etwas, wenn du es auch erfolgreich zurückspielen kannst.


Weiterführende Links

  • Veeam Agent for Microsoft Windows Free: <https://www.veeam.com/de/products/free/microsoft-windows.html>
  • Veeam Agent for Microsoft Windows Dokumentation: <https://helpcenter.veeam.com/docs/agentforwindows/userguide/overview.html>
  • Veeam Recovery Media Dokumentation: <https://helpcenter.veeam.com/docs/agentforwindows/userguide/recovery_media.html>
  • Bare Metal Recovery mit Veeam Agent: <https://helpcenter.veeam.com/docs/agentforwindows/userguide/howto_baremetal_recovery.html>