Proxmox VE ist eine freie und sehr leistungsfähige Virtualisierungsplattform für Heimserver, Homelabs und auch professionelle Umgebungen. Mit Proxmox kannst du auf einem physischen Server mehrere virtuelle Maschinen und Container betreiben. Dadurch nutzt du vorhandene Hardware effizienter, sparst Strom und kannst verschiedene Dienste sauber voneinander trennen.
In dieser Anleitung zeige ich dir den kompletten Einstieg: von der Auswahl der passenden Hardware über die Installation von Proxmox VE bis hin zur ersten virtuellen Maschine, Snapshots, Backups und der Installation eines Containers über Community Scripts.
Hinweis: Im Video wurde Proxmox VE 9.1 verwendet. Wenn du diese Anleitung später liest, lade immer die aktuell verfügbare Proxmox-ISO von der offiziellen Proxmox-Webseite herunter. Der grundsätzliche Installationsablauf bleibt gleich.
1. Was ist ein Hypervisor?
Ein Hypervisor ist eine Software-Schicht, die es ermöglicht, mehrere virtuelle Maschinen auf einer physischen Hardware zu betreiben. Statt für jeden Dienst einen eigenen Server zu verwenden, kannst du mehrere virtuelle Server auf einem einzigen Gerät ausführen.
Das ist besonders praktisch für:
- Homelab-Umgebungen
- Heimserver
- Testsysteme
- Smart-Home-Dienste
- DNS-Server wie Pi-hole
- Medienserver
- Backup-Systeme
- kleine Serverdienste im eigenen Netzwerk
Früher wurden für viele Aufgaben eigene physische Server verwendet. Heute ist Hardware deutlich leistungsfähiger. Es wäre also schade, die Leistung eines modernen Mini-PCs oder Servers nur für ein einzelnes Betriebssystem zu verwenden.
Mit Proxmox kannst du zum Beispiel auf einem einzigen Mini-PC mehrere virtuelle Maschinen und Container betreiben.
2. Hardware-Empfehlung für Proxmox im Homelab
Für ein Homelab muss es nicht immer ein großer Server sein. In vielen Fällen reicht ein sparsamer Mini-PC vollkommen aus.
Worauf du achten solltest:
CPU: moderner Intel Core i5/i7 oder vergleichbarer AMD-Prozessor
RAM: mindestens 16 GB, besser mehr
SSD/NVMe: mindestens 512 GB, idealerweise neu
Netzwerk: mindestens 1 Gbit/s LAN
Strom: möglichst niedriger Verbrauch im Leerlauf
Sehr interessant sind zum Beispiel gebrauchte Business-Mini-PCs wie:
- Lenovo ThinkCentre Tiny
- HP EliteDesk Mini
- Dell OptiPlex Micro
Wenn du gebrauchte Hardware kaufst, würde ich besonders bei der SSD vorsichtig sein. Man weiß nie genau, wie lange die alte SSD schon gelaufen ist. Deshalb ist es sinnvoll, zumindest den Massenspeicher neu zu kaufen.
Ein Betriebssystem musst du bei so einem Gerät nicht extra mitkaufen, weil Proxmox VE direkt als eigenes Betriebssystem installiert wird.
3. Proxmox VE ISO herunterladen
Im ersten Schritt lädst du die Proxmox-ISO herunter.
- Öffne die offizielle Proxmox-Webseite.
- Gehe zum Downloadbereich.
- Lade die aktuelle Proxmox VE ISO herunter.
Offizielle Downloadseite:
<https://www.proxmox.com/en/downloads/proxmox-virtual-environment/iso>
Die ISO-Datei wird später auf einen USB-Stick geschrieben und davon wird der zukünftige Proxmox-Server gestartet.
4. Bootfähigen USB-Stick erstellen
Um Proxmox auf einem physischen Gerät zu installieren, brauchst du einen bootfähigen USB-Stick.
Unter Windows kannst du dafür zum Beispiel Rufus verwenden:
<https://rufus.ie/>
Vorgehensweise:
- USB-Stick einstecken.
- Rufus starten.
- Die heruntergeladene Proxmox-ISO auswählen.
- Zielgerät prüfen.
- Auf
Startklicken. - Warten, bis der USB-Stick erstellt wurde.
Danach kannst du den USB-Stick am zukünftigen Proxmox-Server anstecken und davon booten.
Achtung: Der USB-Stick wird bei diesem Vorgang überschrieben. Sichere vorher alle wichtigen Daten vom Stick.
5. BIOS- und UEFI-Einstellungen prüfen
Bevor du mit der Installation beginnst, solltest du im BIOS beziehungsweise UEFI ein paar wichtige Einstellungen prüfen.
Je nach Hersteller kommst du beim Start mit einer Taste wie F2, F8, F10, F11, F12, Entf oder Esc ins BIOS. Die genaue Taste hängt vom Gerät ab.
Intel-Systeme
Bei Intel-CPUs sollten folgende Optionen aktiviert sein:
Intel Virtualization Technology: Enabled
VT-d: Enabled
AMD-Systeme
Bei AMD-CPUs heißt die Virtualisierungsoption häufig anders, zum Beispiel:
AMD SVM / Secure Virtual Machine: Enabled
Boot-Reihenfolge
Stelle außerdem sicher, dass der USB-Stick als erstes Boot-Gerät ausgewählt ist.
Boot Device 1: USB-Stick
UEFI, Legacy Boot und Secure Boot
Proxmox kann grundsätzlich mit UEFI verwendet werden. In manchen Homelab-Setups kann es aber vorkommen, dass UEFI oder Secure Boot Probleme macht. Wenn dein System nicht sauber vom USB-Stick startet, kannst du testweise Legacy Boot verwenden oder Secure Boot deaktivieren.
Für ein Homelab ist wichtig, dass das System zuverlässig startet. Wenn UEFI und Secure Boot funktionieren, kannst du es verwenden. Wenn nicht, ist Legacy Boot für den Einstieg oft der unkompliziertere Weg.
Nach der Anpassung der Einstellungen speicherst du die Änderungen mit Save Changes and Exit und startest vom USB-Stick.
6. Proxmox VE installieren
Wenn der USB-Stick korrekt erstellt wurde und die BIOS-Einstellungen passen, startet der Proxmox-Installer.
Wähle im Bootmenü die Installationsoption von Proxmox VE aus.
Lizenzbedingungen akzeptieren
Zuerst akzeptierst du die Lizenzbedingungen.
Ziel-Festplatte auswählen
Danach wählst du die Festplatte aus, auf der Proxmox installiert werden soll.
Achtung: Die ausgewählte Festplatte wird bei der Installation gelöscht. Alle vorhandenen Daten auf dieser Festplatte gehen verloren.
Wenn dein Gerät nur eine SSD oder NVMe hat, wird meistens nur ein Laufwerk angezeigt. Bei mehreren Datenträgern musst du sorgfältig prüfen, welches Laufwerk du verwenden möchtest.
Für den Einstieg kannst du die Standardoptionen für das Dateisystem übernehmen.
Land, Zeitzone und Tastatur auswählen
Für Österreich kann zum Beispiel Folgendes gewählt werden:
Country: Austria
Timezone: Europe/Vienna
Keyboard: German
Passwort und E-Mail-Adresse setzen
Danach legst du das Root-Passwort fest.
Wähle ein starkes Passwort mit:
- Groß- und Kleinbuchstaben
- Zahlen
- Sonderzeichen
- ausreichender Länge
Zusätzlich wird eine E-Mail-Adresse abgefragt. Diese kann später für Benachrichtigungen verwendet werden.
Hostname und Netzwerk konfigurieren
Jetzt wird der Hostname des Proxmox-Servers gesetzt.
Beispiel:
Hostname: proxmox.arnatechs.local
Danach wird die Management-IP-Adresse konfiguriert. Diese IP-Adresse ist später wichtig, weil du darüber das Webinterface erreichst.
Beispiel aus dem Video:
IP-Adresse: 10.10.13.131
Port: 8006
Empfehlung:
- Verwende eine feste IP-Adresse für den Proxmox-Server.
- Achte darauf, dass diese IP-Adresse nicht im DHCP-Bereich deines Routers liegt.
- Alternativ kannst du im Router eine DHCP-Reservierung für den Proxmox-Server erstellen.
Warum ist das wichtig? Wenn der Router später dieselbe IP-Adresse an ein anderes Gerät vergibt, kann es zu IP-Konflikten im Netzwerk kommen.
Installation starten
Am Ende zeigt der Installer eine Zusammenfassung der gewählten Einstellungen an. Wenn alles passt, startest du die Installation mit Install.
Nach wenigen Minuten ist die Installation abgeschlossen. Entferne den USB-Stick und starte das System neu.
7. Am Proxmox-Webinterface anmelden
Nach dem Neustart zeigt Proxmox auf der Konsole die URL für das Webinterface an.
Das Webinterface erreichst du im Browser über:
https://IP-ADRESSE:8006
Beispiel:
https://10.10.13.131:8006
Beim ersten Aufruf erscheint normalerweise eine Zertifikatswarnung. Das ist bei einer frischen Proxmox-Installation normal, weil ein selbstsigniertes Zertifikat verwendet wird.
Melde dich anschließend mit folgendem Benutzer an:
Benutzername: root
Passwort: dein bei der Installation gesetztes Passwort
Realm: Linux PAM standard authentication
Wenn du die kostenlose Version ohne Subscription verwendest, erscheint nach der Anmeldung ein Hinweis, dass keine gültige Subscription vorhanden ist. Für ein Homelab kannst du diesen Hinweis bestätigen und wegklicken.
8. Proxmox-Repositories für Updates konfigurieren
Nach der Installation solltest du die Paketquellen prüfen.
In der Weboberfläche:
Node auswählen
→ Updates
→ Repositories
Bei einer frischen Installation ist häufig das Enterprise Repository aktiv. Dieses benötigt eine gültige Proxmox-Subscription.
Für ein Homelab kannst du das Enterprise Repository deaktivieren und das No-Subscription Repository hinzufügen.
Vorgehensweise:
- Proxmox-Node auswählen.
Updatesöffnen.Repositoriesöffnen.- Enterprise Repository deaktivieren.
- No-Subscription Repository hinzufügen.
- Optional: Ceph No-Subscription Repository nur hinzufügen, wenn du Ceph verwendest oder vorbereiten möchtest.
Hinweis: Das No-Subscription Repository ist für Test- und Nicht-Produktionsumgebungen gedacht. Für produktive Umgebungen ist eine passende Proxmox-Subscription empfehlenswert.
Danach kannst du die Paketlisten aktualisieren und Updates installieren.
Über die Weboberfläche:
Node auswählen
→ Updates
→ Aktualisieren
→ Upgrade
Alternativ per Shell:
apt update
apt dist-upgrade -y
9. ISO für die erste VM hochladen
Um eine virtuelle Maschine zu erstellen, brauchst du ein Installationsmedium. Im Video wurde dafür eine Ubuntu Server ISO verwendet.
Vorgehensweise:
Storage "local" auswählen
→ ISO Images
→ Hochladen
→ ISO-Datei auswählen
→ Upload starten
Nach dem Upload steht die ISO für neue virtuelle Maschinen zur Verfügung.
10. Erste virtuelle Maschine erstellen
Jetzt wird die erste VM erstellt.
In der Proxmox-Oberfläche:
Oben rechts auf "Create VM" / "VM erstellen" klicken
Allgemein
Beispiel:
Name: UbuntuServer
OS
Wähle die hochgeladene ISO-Datei aus.
ISO Image: ubuntu-server.iso
System
Für eine einfache Linux-VM kannst du die Standardwerte meist übernehmen.
TPM wird für eine einfache Ubuntu-VM normalerweise nicht benötigt. Für Windows 11 kann TPM hingegen relevant sein.
Festplatte
Beispiel:
Disk Size: 32 GB
Die Größe kannst du je nach Einsatzzweck anpassen. Später lässt sich die virtuelle Festplatte bei Bedarf erweitern.
CPU
Für den Einstieg kannst du die Standardwerte übernehmen oder der VM je nach Bedarf mehr Kerne geben.
Arbeitsspeicher
Im Video wurden für die Ubuntu-VM 4 GB RAM verwendet.
Memory: 4096 MB
Netzwerk
Für den Einstieg kann das Standardnetzwerk verwendet werden.
Bridge: vmbr0
Model: VirtIO / Default
Falls es mit bestimmten Betriebssystemen Treiberprobleme gibt, kann testweise auf Intel E1000 gewechselt werden. In den meisten modernen Linux-Setups funktioniert die Standardoption aber problemlos.
VM erstellen und starten
Am Ende prüfst du die Zusammenfassung und kannst optional auswählen, dass die VM nach dem Erstellen direkt gestartet wird.
Danach öffnest du die Konsole der VM und installierst Ubuntu Server wie auf einem normalen physischen Computer.
11. Snapshots verwenden
Snapshots sind eine sehr praktische Funktion, wenn du vor einer Änderung einen Zwischenstand sichern möchtest.
Typische Beispiele:
- vor großen Updates
- vor einem Versionsupgrade
- vor riskanten Konfigurationsänderungen
- vor Softwaretests
In Proxmox findest du Snapshots direkt bei der jeweiligen VM:
VM auswählen
→ Snapshots
→ Snapshot erstellen
Du kannst Snapshots mit oder ohne Arbeitsspeicher erstellen.
Snapshot ohne Arbeitsspeicher
Wenn du einen Snapshot ohne Arbeitsspeicher erstellst, wird die VM nach einer Wiederherstellung normal neu gestartet.
Snapshot mit Arbeitsspeicher
Wenn du den Arbeitsspeicher mitsicherst, wird der Zustand der laufenden VM mitgespeichert. Nach einer Wiederherstellung befindet sich die VM wieder ungefähr dort, wo sie zum Zeitpunkt des Snapshots war.
Das ist mächtig, benötigt aber mehr Speicherplatz und dauert länger.
Wichtig: Ein Snapshot ist kein Backup. Snapshots liegen normalerweise auf demselben Storage wie die VM. Wenn die SSD oder NVMe ausfällt, sind auch die Snapshots weg.
Verwende Snapshots deshalb nur als kurzfristige Absicherung vor Änderungen und nicht als Ersatz für echte Backups.
12. Backup-Storage hinzufügen
Backups sind einer der wichtigsten Punkte bei jedem Server. Eine VM kann schnell neu erstellt werden, aber Konfigurationen und Daten können viel Zeit kosten.
Im Video wurde eine NAS als Backup-Ziel eingebunden. Dafür wurde SMB/CIFS verwendet.
Vorgehensweise:
Rechenzentrum
→ Storage
→ Hinzufügen
→ SMB/CIFS
Beispielwerte:
ID: NAS
Server: IP-Adresse der NAS
Username: Benutzername für die NAS
Password: Passwort für die NAS
Share: Freigabe auf der NAS
Content: Backup
Wichtig ist, dass bei Content der Typ Backup ausgewählt wird, wenn der Storage nur für Backups verwendet werden soll.
Empfehlung:
- Sichere Backups nicht nur auf derselben lokalen SSD.
- Nutze nach Möglichkeit eine NAS mit RAID-1, RAID-5 oder höher.
- Noch besser ist zusätzlich ein weiteres Backup an einem zweiten Standort.
- Mindestens ein Backup sollte unabhängig vom Proxmox-Host liegen.
13. Backup-Job erstellen
Nachdem der Backup-Storage eingebunden wurde, kannst du einen Backup-Plan erstellen.
In der Weboberfläche:
Rechenzentrum
→ Backup
→ Hinzufügen
Dort wählst du aus:
VMs: gewünschte VMs oder alle VMs
Storage: NAS oder dein Backup-Storage
Zeitplan: z.B. täglich um 21:00 Uhr
Modus: Snapshot / Suspend / Stop, je nach Bedarf
Retention: Anzahl der aufzubewahrenden Backups
Für ein Homelab ist ein tägliches Backup oft ein guter Start.
Beispiel:
Zeitplan: täglich um 21:00 Uhr
Retention: mindestens 7 Backups behalten
Wenn du E-Mail-Benachrichtigungen verwenden möchtest, muss der Mailversand auf dem Proxmox-Host korrekt eingerichtet sein.
Wichtig ist nicht, dass der Backup-Plan perfekt ist. Wichtig ist, dass du überhaupt regelmäßige Backups hast.
14. Container in Proxmox verstehen
Neben virtuellen Maschinen unterstützt Proxmox auch LXC-Container.
Der Unterschied vereinfacht erklärt:
Virtuelle Maschine: eigenes vollständiges Betriebssystem mit eigenem Kernel
Container: isolierte Umgebung, teilt sich den Kernel mit dem Host
Container sind oft ressourcenschonender als virtuelle Maschinen. Sie eignen sich gut für einzelne Dienste wie DNS-Server, Medienserver, kleine Webdienste oder Automatisierungstools.
Für manche Anwendungen ist eine VM besser geeignet, besonders wenn du vollständige Isolation, eigene Kernel-Module oder spezielle Treiber brauchst.
15. Container über Community Scripts installieren
Für Proxmox gibt es Community Scripts, mit denen viele Dienste sehr einfach als LXC-Container installiert werden können.
Die Seite findest du hier:
<https://community-scripts.github.io/ProxmoxVE/>
Sicherheitshinweis: Community Scripts sind sehr praktisch, aber auch sehr mächtig. Prüfe immer genau, ob du auf der richtigen Webseite bist, und lies dir den Befehl beziehungsweise das Script durch, bevor du es ausführst.
Im Video wurde als Beispiel ein Emby Media Server installiert.
Vorgehensweise:
- Community-Scripts-Webseite öffnen.
- Nach dem gewünschten Dienst suchen, zum Beispiel
Emby. - Installationsbefehl kopieren.
- In Proxmox den Node auswählen.
Shellöffnen.- Befehl einfügen und ausführen.
- Abfragen beantworten.
- Installation abschließen lassen.
- Danach die angezeigte IP-Adresse und URL im Browser öffnen.
Während der Installation kann abgefragt werden, ob anonyme Statistiken geteilt werden sollen. Das kannst du nach Wunsch bestätigen oder ablehnen.
Für den Einstieg reicht meistens die Default-Installation.
Nach Abschluss zeigt das Script normalerweise die IP-Adresse und die URL des neuen Containers an. Darüber kannst du den Dienst im Browser fertig konfigurieren.
16. Updates in Proxmox einspielen
Updates kannst du direkt über die Weboberfläche installieren.
Node auswählen
→ Updates
→ Aktualisieren
→ Upgrade
Alternativ per Shell:
apt update
apt dist-upgrade -y
Nach Kernel-Updates oder größeren Paketaktualisierungen kann ein Neustart des Proxmox-Hosts notwendig sein.
Prüfe vor einem Neustart:
- Laufen wichtige VMs?
- Wurde vorher ein Backup erstellt?
- Gibt es geplante Jobs oder aktive Installationen?
17. Kurzer Ausblick: Cluster, Firewall und DNS
Proxmox bietet noch deutlich mehr Möglichkeiten als in dieser Einstiegsanleitung gezeigt wurde.
Dazu gehören unter anderem:
- mehrere Proxmox-Hosts in einem Cluster
- zentrale Verwaltung mehrerer Hosts
- Replikation
- integrierte Firewall
- eigene DNS- und Netzwerkeinstellungen
- Storage-Verwaltung
- Hochverfügbarkeitsfunktionen
- Proxmox Backup Server
Wenn du später zusätzliche Hosts zu einem Cluster hinzufügen möchtest, sollte der neue Host möglichst frisch installiert und leer sein. Auf einem Host, der einem Cluster beitritt, sollten keine bestehenden VMs oder Container produktiv laufen.
18. Zusammenfassung
In dieser Anleitung hast du gesehen, wie du Proxmox VE als Hypervisor installierst und die wichtigsten Grundlagen einrichtest.
Du hast gelernt:
- welche Hardware für ein Homelab sinnvoll ist
- wie du die Proxmox-ISO herunterlädst
- wie du einen bootfähigen USB-Stick erstellst
- welche BIOS- und Virtualisierungseinstellungen wichtig sind
- wie du Proxmox installierst
- wie du dich am Webinterface anmeldest
- wie du die No-Subscription-Repositories für ein Homelab aktivierst
- wie du eine Ubuntu-VM erstellst
- wie Snapshots funktionieren
- warum Snapshots kein Backup ersetzen
- wie du einen Backup-Storage per SMB/CIFS einbindest
- wie du einen Backup-Plan erstellst
- wie du Container über Community Scripts installierst
Damit hast du die Basis für dein eigenes Homelab geschaffen. Im nächsten Schritt kannst du darauf weitere Dienste aufbauen, zum Beispiel Pi-hole, Unbound, Home Assistant, Medienserver, Monitoring oder andere Serverdienste.
Weiterführende Links
- Proxmox VE Download: <https://www.proxmox.com/en/downloads/proxmox-virtual-environment/iso>
- Proxmox VE Dokumentation: <https://pve.proxmox.com/pve-docs/>
- Proxmox VE Wiki: <https://pve.proxmox.com/wiki/Main_Page>
- Proxmox Package Repositories: <https://pve.proxmox.com/wiki/Package_Repositories>
- Community Scripts für Proxmox VE: <https://community-scripts.github.io/ProxmoxVE/>
- Rufus: <https://rufus.ie/>
- Ubuntu Server Download: <https://ubuntu.com/download/server>